Schwere Pathologien aus Indien
Predictive Homeopathy - Modul 3, vom 26. bis 28. Oktober 2010 in Gauting
Das Thema des dritten Moduls der Predictive-Homeopathy-Reihe waren die schweren Pathologien. Den Einstieg machte Frau Dr. Sawant mit Modul 1 im Jahr 2009, wo es um akute Krankheiten ging, gefolgt von Dr. Borkar im Mai 2010, der sich im Modul 2 mit chronischen Krankheiten und Miasmen beschäftigte (siehe HZ II/2010).
Aufgrund des großen Erfolgs der beiden ersten Module und sicher auch wegen des prominenten Dozenten - Dr. Prafull Vijayakar - war der Saal im Don Bosco Haus in Gauting bis auf den letzten Platz besetzt. Mit Kopfhörern ausgestattet und dank der guten Übersetzung ins Deutsche hatten auch die Teilnehmer in den hinteren Reihen kein Problem, dem Vortrag zu folgen.
Zu Beginn ehrte Dr. Vijayakar das Werk Dr. Hahnemanns und betonte ausdrücklich, dass die Klassische Homöopathie eine Wissenschaft sei, die nach mathematischen Richtlinien ablaufe, woran sich bis heute nichts geändert habe.
Der Körper sei der Untertan des Geistes und nichts könne im Körper passieren ohne Erlaubnis des Gehirns, insofern müsse das Gemüt stets mitbehandelt werden, sonst könne es keine Heilung geben, erklärt der charismatische Homöopath aus Indien. Weiterhin verdeutlicht er, wie wichtig der Seitenbezug sei. Der Therapeut müsse wissen, worin die Pathologie beim Patienten bestehe, welche genetischen Wurzeln er aufweise und wie der Heilungsverlauf bei schweren Erkrankungen zu sein habe - so müsse das, was zum Überleben am wichtigsten ist, zuerst gebessert werden. Genetische Mutationen beispielsweise, so Vijayakar seien schlimmer als Erkrankungen des Immunsystems, d.h. Krebs muss vor HIV besser werden.
Dr. Vijayakar gibt immer wieder Beispiele und zeigt Besonderheiten oft indizierter Mittel auf.
So gelingt es auch Neulingen der Predictive Homeopathy, problemlos in die Methode einzusteigen. Beispielsweise stellt Vijayakar den Fall eines vierjährigen Kindes mit Medulla Blastom vor. Dabei erläutert er den Fallverlauf und bespricht in Frage kommende Mittel.
Der zweite Tag beginnt mit Fragen der Seminarteilnehmer. Zunächst geht es nochmals um die Seitenbezüge und den richtige Fallverlauf. Dr. Vijayakar betont, dass alte Symptome immer nach der Ordnung der Wichtigkeit erscheinen müssen. Man solle zunächst warten, ob der Körper sich selbst heile! Und vor allem solle man sich hüten, vorschnell Akutmittel zu geben, um den Organismus nicht zu stören. Andernfalls könne es zu schweren Erkrankungen kommen. Dr. Vijayakar weist immer wieder daraufhin, dass man die Verteidigungsmechanismen des Menschen verstehen müsse, z.B. wie der Patient als Kind war und welche Gefühle er zu Beginn der Pathologie hatte.
Ferner geht es am zweiten und dritten Seminartag um mögliche Krankheitsursachen: Wie ist der Abwehrmechanismus und was wurde dem Individuum seit der Geburt an Bedürfnissen nicht erfüllt? Wie wirken sich Schwangerschaft und Geburt auf das Miasma aus? Wobei Vijayakar auch auf das Thema Familie, Partnerschaft und Beruf eingeht. Anhand eines Live-Anamnese-Falls erläutert er einmal mehr, was bei der Mittelfindung zu beachten sei. Darüber hinaus zeigt er am Beispiel mitgebrachter Videofälle wie auch bei schweren Erkrankungen, besonders bei Kindern mit angeborenen Missbildungen, das Simillimum dazu betragen kann, den Organismus zur Selbstheilung anzuregen.
Durch seine humorvolle Art waren die drei Seminartage sehr kurzweilig und informativ. Auch für alte Hasen der Predictive Homeopathy war sicher das eine oder andere Neue dabei.
Tatjana Hutter
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