Theorie
Theorie-Fragen: (zur Lösung klicken Sie einfach auf " Antwort " )
Frage:
1) Was passiert, wenn zwei ähnliche natürliche Krankheiten im Organismus zusammentreffen und die neuere Erkrankung stärker ist als die bisher bestehende Krankheit, z.B., wenn ein Kind, das an einem atopischen Ekzem leidet zusätzlich die Masern bekommt?
Antwort
Die bereits bestehende Erkrankung wird durch die ähnliche, neu hinzukommende und stärkere Erkrankung „vernichtet“ und damit geheilt, da hierbei das homöopathische Naturgesetz zur Wirkung kommt, das besagt:
„Eine schwächere dynamische Affektion wird im lebendigen Organismus von einer stärkeren dauerhaft ausgelöscht, wenn diese (der Art nach von ihr abweichend) jener sehr ähnlich in ihrer Äußerung ist“ (§ 26 Organon)
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Frage:
2) Versuchen Sie, mit eigenen Worten zu beschreiben, welche Wirkung eine stärkere, ähnliche Krankheitspotenz auf die Lebenskraft hat, die an einer schwächeren, ähnlichen Krankheit erkrankt ist!
Mit anderen Worten: Wie funktioniert eine homöopathische Heilung nach Organon, § 45?
Antwort
: Trifft eine neue, ähnliche, aber stärkere Krankheitskraft in Gestalt einer neuen, hinzukommenden, ähnlichen, aber stärkeren Krankheit auf einen erkrankten Organismus, so besetzt diese neu hinzukommende, ähnliche und stärkere Erkrankung genau die „Rezeptoren“, die bisher von der ersten Erkrankung besetzt waren und überlagert diese.
Die Lebenskraft kann die bisherige Erkrankung dann nicht mehr „fühlen“. Das Ergebnis ist: Die bisherige Erkrankung (z.B. das atopische Ekzem) wurde durch die neu hinzugekommene, ähnliche und stärkere Krankheit (z.B. die Masern-Infektion) „ausgelöscht“, sprich: geheilt.
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Frage:
Wie äußert sich Hahnemann zum Begriff der Isopathie? Ist es sinnvoll, „Gleiches mit Gleichem“ zu behandeln? Begründen Sie Ihre Antwort!
Antwort
Dieser Heilungsansatz widerspricht der Erfahrung: Danach funktioniert nur die Heilung nach der Ähnlichkeit. Gleiche Krankheitspotenzen, z.B. in Form potenzierter Krankheitsprodukte wie „Psorinum“ als Arznei für die Krankheit der Krätze führen ebenso wie gegensätzliche Behandlungsmittel zu „Unheil und Verschlimmerung“ der Erkrankung des Patienten.
Auch Constantin Hering hat ab 1830 im Rahmen der Entwicklung der Nosoden darauf hingewiesen, dass diese nicht isopathisch, sondern, wie alle anderen Arzneimittel auch, nur nach durchgeführter Arzneimittelprüfung, homöopathisch einzusetzen sind.
Organon § 56 (Anmerkung)
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