Akademie für Homöopathie
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Theorie
Theorie-Fragen: (zur Lösung klicken Sie einfach auf " Antwort " )
Frage:
01) Worin unterscheiden sich die Auffassungen / Definitionen akuter und chronischer Erkrankungen aus schulmedizinischer und aus homöopathischer Sicht?
Antwort
Innerhalb der schulmedizinischen Definitionen unterscheiden sich akute und chronischen Krankheiten ausschließlich durch einen unterschiedlichen zeitlichen Verlauf und die durchschnittliche Intensität:
Akute Krankheiten werden als „plötzlich einsetzend, heftig und meist von kürzerer Dauer“ beschrieben;
Chronische Krankheiten verlaufen dagegen „langsam, sich entwickelnd schleichend, von langer Dauer“ (Quelle: La Roche – Lexikon, 5. Auflage, 2003).
In der Homöopathie unterscheidet man akute und chronische Krankheiten auch bezüglich ihrer Heilungsverlaufs bzw. ihrer Heilbarkeit:
Akute Krankheiten sind Krankheiten, die schnell verlaufen und sich selbst limitieren,
entweder durch Ausheilung oder durch Tod (Organon §§ 72/73).
Chronische Krankheiten verlaufen langsam und heilen nicht von selbst aus.
Sie sind durch ein chronisches Miasma entstanden und bedürfen des richtigen homöopathischen Heilmittels. (Organon §§ 74-78)
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Frage:
02) Welche Wirkungen sind von der homöopathischen Behandlung einer akuten Erkrankung zu erwarten?
Antwort
Durch die homöopathische Behandlung können der Verlauf einer akuten Erkrankung abgekürzt und ihre Intensität abgeschwächt sowie der Übergang in eine chronische Krankheit verhindert werden.
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Frage:
03) Nennen Sie die 4 Formen akuter Erkrankungen, die Hahnemann im § 72 des Organon unterscheidet und geben Sie je ein Beispiel dazu an!
Antwort
1. Akute Krankheiten aufgrund „individueller Schädlichkeiten“ („Erregungsursachen“)
im Sinne des „Aufloderns der latenten Psora“.
Beispiel: Heuschnupfen
2. Sporadisch auftretende akute Krankheiten durch meteorische oder tellurische Einflüsse. Sie betreffen nur einige Menschen gleichzeitig.
Beispiel: Migräne bei Fön
3. Epidemisch auftretende, durch Ansteckung mit einem spezifischen Erreger hervorgerufene akute Krankheiten.
Beispiel: Grippale Infekte
4. Akute Krankheiten, die durch ein „akutes Miasma“ hervorgerufen werden und bei allen Menschen denselben Verlauf nehmen („festständige Krankheiten“).
Beispiel: Infektionskrankheiten wie Scharlach, Masern usw.
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Frage:
04) Welche Form der chronischen Krankheiten ist die am schwierigsten zu behandelnde bzw. häufig sogar unheilbare ? Begründen Sie ihre Antwort!
Antwort
Die durch allopathische Behandlung beeinflussten chronischen Krankheiten sind diejenigen, die der homöopathischen Behandlung am schwersten zugänglichen bzw. oft auch unheilbaren chronischen Krankheiten.
Begründung: Durch die allopathischen Medikamente wird die Lebenskraft zusätzlich geschwächt und „innormal verstimmt“, so dass die dadurch hervorgerufenen Zeichen und Symptome häufig nicht mehr unverstellt zu erkennen sind, um ein passendes homöopathisches Heilmittel für den Krankheitszustand des Patienten zu finden
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