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Ein Fall aus der Praxis

Fall P.N., männl., 62 J., Quelle N.R.

Diagnose: Angstzustände bei Z.n. Prostata-CA 

Herr N. kommt aufgrund ausgeprägter Angstzustände zu mir in die Praxis. Er wirkt sehr unruhig und schildert, dass er diese Angstzustände seit seiner Prostata-Erkrankung vor 4 Jahren habe: damals habe man Prostata-CA bei ihm diagnostiziert und er sei auch sofort bestrahlt worden. Dennoch sei es im darauf folgenden Jahr zu einem Rezidiv gekommen. Seither könne er keine Nacht mehr durchschlafen, ohne zwischen 1:00 und 2:00 Uhr schweißgebadet zu erwachen, weil er davon träume, dass der "Sensenmann“ auf dem Balkon stehe, um ihn zu holen. Er habe schreckliche Angst davor, zu sterben. Diese Angst begleite ihn den ganzen Tag. Zwar sei sein PSA-Wert aktuell bei 0.02µ/l, doch sei der noch vor 3 Monaten bei 0.01µ/l gewesen, was ja eine Verschlechterung um 100% (!) bedeute – er sei nun mal ein Zahlenmensch. Der Urologe habe ihn beschwichtigen wollen, aber er traue keinem Arzt: er gehe grundsätzlich immer zu 2 Urologen, um deren Befunde abzugleichen – das gebe ihm mehr Sicherheit.Was ihn außerdem plage sei eine ausgesprochene körperliche Schwäche seit er unter diesen Angstzuständen leide. Vielleicht sei es durch das nächtliche Erwachen und den schlechten Schlaf – jedenfalls fühle er sich zu keiner körperlichen Leistung mehr in der Lage (früher gehobener Managerposten) - und das obwohl er gleichzeitig innerlich so extrem unruhig sei! Er könne keine Minute ruhig dasitzen, sonst werde die Angst vor einem Krebs-Rezidiv noch viel schlimmer. Körperlich habe er seit einigen Jahren häufig heftige Magenschmerzen, meistens nachts zwischen 1h und 2h. Es brenne dann wie Feuer in seinem Bauch. Und er friere immerzu, auch habe er schon mal einen Raynaud-Anfall gehabt.  s was gibt es noch

  • Auftreibung im Oberbauch nach dem Stuhlgang, hält für 30 Min. an
  • Schmerzen der Ferse rechts, v.a. beim Gehen (Achillodynie)
  • Schulterschmerzen links (Frozen Shoulder) < Arm-Abduktion
 s DurstSehr viel, aber er trinke grundsätzlich nur kleine Schlucke einer genau abgemessenen Menge, um seinen Magen nicht zusätzlich zu belasten. s was bewundern/mögen SieMenschen mit Titeln, Ärzte, Professoren, Menschen in hohen Positionen, je höher, desto besser. Außerdem habe er einen ausgesprochenen Sinn für Ästhetik. Er mag  gerne Luxus, Markenwaren, es müsse das Beste vom Besten sein! s was mögen Sie nicht
  • Feste Bindungen. Es sei o.k., mal seine Freizeit miteinander zu verbringen, alles andere aber werde ihm schnell zu eng.
  • Unpünktlichkeit und Schlendrian, er mache alles perfekt und nach Plan.
  

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